RLS @ Rio+20

J. Gil /flickr (cc2.0:by-nc-sa)

20 Jahre nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung findet abermals in Rio de Janeiro die UN-Konferenz Rio+20, die Nachfolgeveranstaltung zum Erdgipfel von 1992 statt. Vom 20. bis 22. Juni werden in Rio über 100 Staats- und Regierungschefs erwartet. Ein Meilenstein in der Diskussion um Umweltgerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, Klimawandel, ökologische Arbeits- und Produktionsweisen etc. etc. Sollte Mensch denken, hätte Mensch gehofft. Tatsächlich sind sich aber nahezu alle kritischen NROS, Umweltverbände und –gruppen einig: Wenn Rio plus 20 kein Rio minus 20 wird, wäre das schon eine Überraschung. Dem hat sich auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung angeschlossen. Kritische Texte und Berichte aus verschiedenen Ländern sind in der aktuellen Ausgabe des Magazins Rosalux der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu finden, die mit „RIO+20 Zurück auf Anfang: Und los!“ betitelt ist.

Scharf abgelehnt werden die im Vorfeld ausgehandelten Ergebnisse bzw. die großen Themenlinien wie „Grüne Wirtschaft“ bzw. auch „Grünes Wachstum“, „Reform der UN-Umweltinstitutionen“ oder „Nachhaltigkeitsziele“ (zu finden im ZERO DRAFT) auch von den Veranstaltern/Organisatoren des Weltgipfels der Völker. Der findet vom 15. Juni bis 23. Juni in Rio und Umgebung statt. Und dort wird auch ein Alternativentwurf diskutiert.

Die Vertreter der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Berlin, die in Rio vor Ort sein werden (Stefan Thimmel – Politische Kommunikation und Tadzio Müller – Institut für Gesellschaftsanalyse) werden sich mit Unterstützung der unabhängigen Filmemacherinnen Andrea Plöger und Sabine Weber und in Zusammenarbeit mit dem Büro Sao Paulo der RLS, das von Kathrin Buhl geleitet wird, an diesem Gipfel beteiligen bzw. dort präsent sein. Und über die Diskussionen berichten, Eindrücke wiedergeben und AktivistInnen zu Wort kommen lassen.