Rio+20: Resumée und Perspektiven

Der Clip zeigt Bilder und Statements von der Abschlussdemonstration der Cúpula (Gipfel der Völker) und Analysen von Margarita Aguinaga und Pablo Solon über die Perspektiven der Bewegung:

Video: WSF-TV – Andrea Plöger/Sabine Weber
http://www.wsftv.net

Alle 15 Videoclips von Andrea Plöger und Sabine Weber über Rio+20 sind auf unserer Youtube-Playlist zu finden.

Toxic Tour

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat zusammen mit brasilianischen AkteurInnen eine „Toxic Tour“ zu Schauplätzen ökologischer und sozialer Zerstörung im Umkreis von Rio de Janeiro organisiert. Die Tour fand zum Auftakt der Gipfels der Völker statt und führte unter anderem in die Bucht von Spetiba, wo Thyssen-Krupp mit dem brasilianschen Bergbaukonzern Vale ein Stahlwerk betreibt.
Mehr Informationen: http://riotoxico.hotglue.me/santacruz

Video: WSF-TV – Andrea Plöger/Sabine Weber
http://www.wsftv.net

Die Green Economy als Totgeburt?

Tadzio Müller (RLS); Foto: Stefan Thimmel

Zugegebenermaßen, es gehört nicht allzu viel kritisches Denken dazu, diese ganze ‚Green Economy‘-Geschichte für großen Mist zu halten. Im Gegensatz zur großen Erzählung von der Nachhaltigkeit, die zwar kaum etwas nachhaltiger gemacht hat, aber sich doch nachhaltig in gesellschaftliche Erzählungen über die Umwelt eingegraben hat. Das Hamburger Abendblatt schreibt dazu:

Zunächst kursierte das sperrige Wort, das man 1992 für ein Schlüsselwort hielt, nur in Fachkreisen. Aber heute taucht Nachhaltigkeit überall auf und ist dadurch kräftig in Misskredit geraten. Kein Wunder, wenn ihn Ökopaxe und Hersteller von Tiefkühlpizza gleichermaßen für sich reklamieren. Weiterlesen

Rio+20: Weltrettung, oder viel Lärm um Nichts? Teil I: der offizielle Gipfel

So gestellt ist die Frage natürlich leicht zu beantworten: weder noch. In Rio wird dieser Tage weder die Welt gerettet werde, noch wäre es korrekt zu behaupten, hier ginge es um gar nichts, um bloßes ‚Greenwashing’ der globalen Wirtschaft, oder – auf der anderen, der Bewegungsseite, die sich beim ‚Gipfel der Völker’ trifft – um bloßes zivilgesellschaftliches Wichtigtun. Gleichzeitig gab es im Vorfeld heftige Debatten in der deutschen und internationalen NGO-Szene darüber, ob der ganze Gipfel einfach völlig boykottiert werden sollte, und im Sinne der CO2-Einsparung die teuren Flüge nach Rio doch lieber nicht gebucht werden sollten (siehe z.B. die Intervention von Weeds Peter Wahl hier). Denn: wenn der ‚offizielle’ Gipfel der Gipfel der Irrelevanz ist, und damit die schlechte Tradition der letzten 17 ‚Klimagipfel’ weiterführt, was soll denn dann der Gegengipfel ausrichten, angesichts der Tatsache, dass die sozialen Bewegungen derzeit kaum in der Lage sind, aus sich selbst heraus die Einhegung oder gar Umkehrung der eskalierenden Biokrise zu bewerkstelligen? Weiterlesen